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Rückenmarksverletzungen - Behandlung

Traumatische Rückenmarkskompression:
Eine Operation innerhalb von 24 Stunden ist die primäre Therapie. Dabei wird eine Dekompression des Rückenmarks, eine Korrektur der Knochenverlagerung, eine Stabilisierung der Wirbelsäule mit Schrauben, Stäben oder Platten und eine Fusion der Zwischenwirbelkörper durchgeführt, um eine bessere Langzeitstabilität zu erreichen. Dies wiederum ermöglicht eine bessere Knochenheilung und eine sicherere postoperative Rehabilitation. Neben der Operation können Medikamente zur Erhöhung des Blutdrucks erforderlich sein.

Tumore der Wirbelsäule:
Die Operation mit anschließender Bestrahlung ist der aktuelle Goldstandard für die Behandlung. Die Operation beinhaltet die Entfernung des Tumors mit oder ohne Fixationstechniken (abhängig von der Wirbelsäulenstabilität). Studien zeigen, dass dadurch eine umgehende und bessere Symptomlinderung erreicht wird. Die Bestrahlung erfolgt postoperativ, um das Tumorwachstum zu vermindern. Darüber hinaus hat die Behandlung mit Steroiden nachweislich zu einer umgehenden Linderung von Symptomen in Zusammenhang mit Nervenschädigungen geführt.

Rückenmarksabszesse und epidurale Hämatome:
Der Abszess oder das Hämatom muss operativ entfernt werden. Bei jeder operativen Beseitigung eines Abszesses werden postoperativ Antibiotika verabreicht.

Prognose und Rehabilitation

Die Genesung nach einer Rückenmarkskompression hängt davon ab, wie schwerwiegend die Erkrankung ist. Die Patienten können auch durch Herz- und Atmungskomplikationen beeinträchtigt werden. Eine schnelle Operation und intensive postoperative Rehabilitation bringen die besten Ergebnisse. Im Falle einer tumorbedingten Rückenmarkskompression hängt es von der Art des Krebsleidens ab, wie schnell sich ein Patient erholt. Eine Dekompressionsoperation bei Patienten mit Epiduralabszess ist am effektivsten, wenn sie vor dem Auftreten einer ausgeprägten Muskelschwäche erfolgt.

Die aktuelle Forschung konzentriert sich bei traumatischen Rückenmarksverletzungen auch auf Neuroprothesen und Stammzelltherapien. Diese Rehabilitationsbehandlungen befinden sich jedoch im experimentellen Stadium. Spezielle Rehabilitationszentren, die Physio- und Ergotherapie anbieten, sind ein Muss. Rückenmarksverletzungen können auch verheerende psychologische und psychosoziale Auswirkungen haben. Zusätzliche unterstützende psychologische und psychiatrische Behandlungen können erforderlich sein.
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