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Infektion der Wirbelsäule - Diagnose

Infektionen der Wirbelsäule nur sehr selten auf und werden daher oft spät diagnostiziert. Die Häufigkeit von Infektionen der Wirbelsäule liegt bei nur 4-10 Fällen pro eine Million Menschen pro Jahr!
Auch sind die Symptome in der Regel unspezifisch. Der Arzt muss den Patienten ausführlich zu seiner Krankengeschichte befragen, um einen entsprechenden Verdacht zu haben und weitere diagnostische Verfahren einzuleiten.

Primäre Infektionen der Wirbelsäule treten manchmal zusammen mit oder nach Infektionen anderer Körperregionen wie beispielsweise der Gallenblase, der Gelenke, der Lunge oder sogar der Herzinnenhaut (Endokarditis) auf. Zusätzlich zu den bereits beschriebenen Risikofaktoren sollte das Vorliegen einer Infektion im Körper in Verbindung mit Rückenschmerzen (nicht anstrengungsbedingt, jedoch mit nächtlicher Verschlimmerung) den Verdacht auf eine Wirbelsäuleninfektion lenken. Diese kann auch mit Fieber einhergehen.

Sekundäre Infektionen nach einem Wirbelsäuleneingriff können ebenfalls auftreten, sind aber extrem selten. In diesem Fall ist die Krankengeschichte mit vermehrten Rückenschmerzen und anderen Infektionssymptomen nach einem Eingriff der Schlüssel zur Diagnose.

In manchen Fällen von Wirbelsäuleninfektionen kann es zu einer Lähmung aller Gliedmaßen (wenn die Halswirbelsäule betroffen ist) oder beider unterer Gliedmaßen (wenn die Brust- und Lendenwirbelsäule betroffen ist) kommen. Diese Lähmung kann durch Eiterbildung (Abszess) im Wirbelkanal oder durch eine abnorme Beweglichkeit des infizierten Wirbelsegments (Instabilität) verursacht werden. Beides führt zu einer Kompression der im Kanal vorhandenen Nervenstrukturen (Rückenmark oder Nervenwurzeln).

Die Diagnose wird in erster Linie durch eine Magnetresonanztomographie (ein sogenanntes MRT) der Wirbelsäule gestellt. Das MRT zeigt genau, wie stark der Wirbelkanal verengt ist und wie sehr das Rückenmark betroffen ist. Darüber hinaus ist ein Bluttest sehr wichtig, da er unspezifische Veränderungen zeigen kann, die unter anderem das Ausmaß der Infektion widerspiegeln.
EUROSPINE als Gesellschaft von Wirbelsäulenspezialisten verschiedener Disziplinen verfügt über ein einzigartiges Know-how über Wirbelsäule Pathologien. Daher sind alle gut bekannten und akzeptierten Behandlungsmethoden von Wirbelsäulenerkrankungen durch die Mitglieder der Gesellschaft vertreten. Allerdings kann die Gesellschaft keine Verantwortung für die Verwendung der zur Verfügung gestellten Informationen geben. Die Benutzer und ihre Fachkräfte des Gesundheitswesens müssen die Verantwortung für ihr Gesundheitsmanagement behalten.
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